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Die Langeweile und das Spiel

Der derzeit verordnete Stillstand kann auch als Chance begriffen werden. Neben dem ganzen Angebot im Bereich Basteln, Hörspiele, Bewegungsangebote über zahlreiche Internetplattformen und des zusätzlichen „Homeschooling“ und „Homeoffice“, sollte auch die Langeweile nicht zu kurz kommen.
Langeweile ist gut für die Seele, die lange extrem strapaziert wurde. Für uns alle, große wie kleine Menschen, ist es selbstverständlich, unseren Aktivitäten 7 Tage in der Woche (fast) rund um die Uhr nachzukommen, was nun von heute auf morgen nicht mehr der Fall ist. Jedoch ist die Langeweile leider negativ behaftet. Denn anders als beim erholsamen Nichtstun, für das wir uns bewusst entscheiden, fühlen wir uns bei der Langeweile durch äußere Umstände dazu gezwungen. Die Wissenschaft hat aber schon vor geraumer Zeit festgestellt, dass Langeweile im Gehirn neuen Freiraum hinterlässt, z.B. zur Selbstreflexion. Sie bringt frischen Wind in die grauen Zellen. Wer Gedanken schweifen lässt, aktiviert in seinem Gehirn vier Areale, die sonst nur selten zusammenarbeiten. Gerade verschiedene Anteile des Denkens und Fühlens, die Glücksgefühle verursachen, werden aktiviert.
Für jeden von uns, gerade aber auch für Kinder, ist es wichtig, so ein „Innehalten“ auszuhalten, um neue eigene Ideen, die nicht von außen kommen, zu entwickeln.
Kinder können das oft noch besser aushalten, als Erwachsene und entwickeln dann beim Spielen wunderbare neue Ideen und schaffen sich so auch neue individuelle Herausforderungen und Ziele.
Das freie Spielen ist wichtig für die Entwicklung der Kinder und da nun die Zeit einfach vorhanden ist, sollten wir unseren Kindern diese Zeit auch überlassen, ohne sich dabei zu fragen „Was lernt mein Kind nun bei dem, was es da macht.“ In jedem Spiel sammelt das Kind Erfahrungen über seine Umwelt und setzt sich damit auseinander. Das Spielen stellt für die Kinder keinen einfachen Zeitvertreib dar, sondern es ist vergleichbar mit der Arbeit des Erwachsenen. Spielen gehört zu der gesunden körperlichen wie auch seelischen Entwicklung eines Kindes dazu. Deswegen ist es auch wichtig, die Kinder die Welt von Anfang an buchstäblich „begreifen“ zu lassen. d.h. lassen Sie Ihre Kinder so viel wie möglich frei spielen. Lassen Sie sich auch von den Ideen Ihrer Kinder inspirieren.
Spielen heißt, sich auseinander zu setzen, gemeinsam zu lachen, fröhlich und entspannt zu sein.
Gerade in der derzeitigen Zeit ist es wichtig, Stress zu vermeiden und abzubauen, wozu das Spielen beiträgt. Das wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit und Wohlbefinden aus, aber nicht nur bei unseren Kindern. Deshalb: Lassen Sie sich öfter mal durch gemeinsames Spielen und Toben von der Spontaneität und Freude Ihres Kindes anstecken: Denn Spielen tut auch uns Eltern gut!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch alles Gute und bleiben Sie gesund!

Ihr Fabi-Team

 

Liebe Mamas und Papas,


gerade ist eine Situation, die für uns alle neue ist und uns vor Herausforderungen stellt, an die keiner im entferntesten denken konnte: wir sollen die Kinder sinnvoll behüten, die sonst in der Kita oder bereits in der Schule wären, gleichzeitig im homeoffice erstklassige Arbeit verrichten, den Haushalt in Schuss halten und den Garten oder Balkon auch, denn es ist ja jetzt Frühling und was weiß noch alles … und immer sind alle zusammen und man hat nicht die kleinste Verschnaufpause, denn ständig hängen alle auf einander … in der ein oder anderen Familie zeigt sich gerade, wie gut man sich auf begrenztem Raum über längeren Zeitraum versteht oder eben nicht.
Bastelanleitungen reichen da nicht aus. Nicht jeder von uns bastelt gerne und/oder hat Kinder, die daran gar kein Interesse haben – auch die gibt es und das ist auch gut so. Wir vom Fabi-Team haben alle Familie und eigene Kinder (kleine und große) und wir haben alle momentan selbst die gleiche Situation bei uns zu Hause wie die Familien, die unsere Kurse besuchen.
Vielleicht hilft es ein wenig, wenn man mal liest „manchmal weniger ist mehr!“. Man kann nicht den ganzen Tag rund um die Uhr nur die Kinder „bespaßen oder vor der Glotze parken“. Das ist einfach unmöglich zu leisten. Denn zwischendurch müssen Dinge einfach gemacht werden, wie die Arbeit, die man vielleicht jetzt gerade von zu Hause erledigt, oder der Hausputz, oder die Wäsche … Hilfreich ist, wenn man seinen Alltag gerade jetzt weiterhin strukturiert und die Kinder nicht nur als zusätzliche Belastung sieht. Stehen Sie zusammen aus, machen sich ein leckeres Frühstück und genießen es mal in Ruhe. Kein Zeitstress ärgert uns im Moment. Wir können in aller Ruhe mal zusammen frühstücken, ohne Blick auf die Uhr, da man nicht zu einer bestimmten Zeit die Kinder an der Kita oder an der Schule absetzen oder selbst ins Büro eilen muss. Genießen Sie diese uns geschenkte Zeit! Die Kinder können vielleicht jetzt lernen, wie man selbst sein Brot schmiert, weil jetzt dafür die Zeit da ist. Das schult nicht nur die Feinmotorik Ihrer Kinder, sondern lässt das Selbstbewusstsein wachsen, da man sich selbst ein Schnittchen machen kann. Mit Babys im Beikostalter kann ohne Zeitdruck Baby-led weaning angegangen werden. Jetzt hat man mal die Ruhe sich mit ganz viel Muße eine gedünstete Möhre anzusehen und mal zu probieren … Mit älteren Kindern (ab 4 Jahren) kann man schon toll zusammen kochen. Das stärkt nicht nur die Feinmotorik , sondern ist auch wunderbar für die Beziehung zueinander (wir machen was zusammen und testen vielleicht ein neues Rezept aus?), manches Elternteil wird außerdem staunen, dass selbst gekochtes Gemüse den Kindern plötzlich schmeckt.
Natürlich sind Kinder laut, wild, auch ihnen fehlen die Freunde und das Toben mit ihnen, aber man sollte es mal als einen Gewinn ansehen, dass man jetzt auf einmal unter der Woche Zeit hat, um miteinander zu Spielen (UNO, Memory und andere Spielen, die in den Schränken sonst verstauben) oder zu Toben. Dafür brauchen wir auch nicht unbedingt einen Spielplatz (die eh alle bis zum 19.4.2020 gesperrt sind) oder einen riesigen Garten. Es reicht auch der Balkon, auf dem man zusammen Kräuter einsät, Blümchen eintopft oder in der Wohnung kleine Buschtomaten im Warmen in leere Joghurtbecher oder in halbierte, leere Klorollen aussät. Einfach etwas Erde einfüllen, Samen drauflegen, immer schön gießen und schauen, was dann so wächst.

Toben und klettern kann man auch schön nach drinnen verlegen – und ich meine jetzt nicht, dass das Sofa als Trampolin zweckentfremdet wird! Viel mehr kann man aber einen Hindernisparcours aufbauen aus Stühlen, unter denen man her krabbeln kann, über den Tisch ein oder zwei große Decken legen, so dass man durchs Dunkel kriechen muss oder man stellt sich vor, der Teppich wäre Wasser und wir kommen nur trockenen Fußes auf die andere Seite, wenn wir von Kissen zu Kissen, die auf dem Boden verteilt liegen, hüpfen oder gehen.
Eltern müssen jetzt nicht verzweifelt die letzten Spiele in den Geschäften kaufen, es reicht, wenn man sich überlegt, was man zusammen machen kann. Für Kinder, die im Sommer in die Schule kommen sollen, bietet sich das Mithelfen im Haushalt auf spielerische Weise an, denn nirgendwo sonst werden so viele Kognitive Kompetenz wie Sortieren und Kategorisieren, Vergleichen und Verstehen geübt. Spielen Sie mit Ihren Kindern Socken-Memory und lassen Sie sich beim Sortieren der gewaschenen Socken von Ihren Kindern helfen. Wer findet die meisten passenden Paare? Es gibt große Socken und kleine, bunte und einfarbige, welche gehören wohl Mama, welche Papa und welche gehören einem selbst? Wer es dann noch schafft, die Socken geschickt einzudrehen, ist der Meister. Super Übung für die Feinmotorik. Auch das Tischdecken, Spülmaschine ausräumen und dergleichen bringt Kindern bei, dass jedes Teil seinen Platz hat und dass bestimmte Dinge in einer bestimmten Reihenfolge erledigt werden müssen.
Gerade Kinder im Trotzalter möchten viel alleine machen und ausprobieren, jetzt haben wir Eltern endlich die Zeit neben unserem Kind abwartend mit Ruhe und Geduld zu stehen und zuzusehen, wie sich ein kleiner Knirps zum ersten Mal alleine eine Jacke anzieht. Kein Zeitdruck im Nacken, da kein Termin auf uns wartet. Das ist doch wunderbar, oder?
Und vielleicht bewahrheitet sich bei Ihnen ja auch das, was ich bei meinen eigenen Kindern immer wieder feststellen konnte: Kinder, die matschen dürfen, sind glücklich. Stellen Sie einfach in den Garten, auf den Balkon oder zur Not in die Küche eine Wäschewanne (diese dann am besten noch auf eine Wachstuchdecke stellen, denn es soll und darf ja gematscht werden) mit etwas Sand, geben ein kleines Eimerchen mit Wasser dazu. Sie werden feststellen, dass die Küche zwar hinterher gesaugt und geputzt werden muss, aber dass die Kinder auch viel Spaß haben Gänge zu buddeln, „Kuchen zu backen“ oder einfach das Gefühl genießen, den Sand zwischen den Fingern zu spüren.
Zum Thema „Trotz“, „Baby-led weaning“ und wie man annähernd entspannt den chaotischen Familienalltag meistern kann, gibt es die Tage. Ich habe schon viel zu viel geschrieben …
Bitte bleiben Sie
a) alle schön zu Hause (malen vielleicht doch mit Ihrem Kind den Regenbogen und hängen ihn ins Fenster, so wie der Aufruf im Internet bei Facebook herumgeht),
b) gesund und munter (auch diese nervige Pandemie mit all ihren Verboten momentan, hat irgendwann ein Ende und dann können wir alles nachholen) und
c) passen schön auf sich und Ihre Mitmenschen auf!


Alles Gute wünschen wir von der Fabi :-)

Mit unseren Eltern-Kind-Kursen möchten wir Sie bei Ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen. Dazu halten wir eine breite Palette an Kursen für Sie bereit:...

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